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Die Ruderflotte am Gymnasium Ochtrup: Dass heute das Gymnasium Ochtrup über 11 Ruderboote verschiedener Ausprägung verfügt und das Rudern seinen festen Platz im Sportplan der Oberstufenkurse hat, geht auf eine Initiative von Herrn Brinkwirth zurück. In seiner Jugend selbst aktives Mitglied im Ruderverein  Hamm, fragte er mich kurz nach meinem Amtsantritt, ob ich interessiert sei, an seiner Schule eine Ruderriege aufzubauen. Seine Bitte fand spontan ein offenes Ohr, und so wurde mit Hilfe von Spendengeldern seines Kegelvereins und mit Geldern der Bezirksregierung Münster das erste Boot bei einer Firma in Celle bestellt. Im Oktober 1975 fand am Haddorfer See die Bootstaufe des roten Doppelvierers statt; dem jüngsten Schüler des Gymnasiums war es vergönnt, mit der obligatorischen Flasche Sekt den neuen Vierer auf den Namen „Seeteufel“ zu taufen. In seiner Begrüßungsrede konnte Herr Brinkwirth viele Mitglieder des Kollegiums, der Eltern- und Schülerschaft und seines Kegelvereins am Ufer des Sees willkommen heißen und das Boot zu seiner offiziellen Jungfernfahrt zu Wasser lassen.

Der Segelclub Ochtrup/ Wettringen gewährte uns dankenswerterweise Gastrecht am See und in seinen Einrichtungen, und schon bald entstanden die ersten Ruder-AGs, die sich aus Schülern der Oberstufe rekrutierten und u.a. vom damaligen Studienreferendar Esser in die Geheimnisse der klassischen Rudertechnik eingewiesen wurden. Bald bekundeten auch Schüler der Mittelstufe Interesse an dieser für sie völlig neuen Sportart. Ihre Eltern waren bereit, den Fahrdienst zum See zu übernehmen, und auf diese Weise entwickelte sich eine über Jahre stabile Gemeinschaft, aus der später der erste offizielle Ruderkurs im Rahmen des Oberstufensports hervorging. Natürlich wurde bei steigendem Bedarf der Ruf nach weiteren Ruderbooten laut; daher ist es nicht verwunderlich, dass im Jahre 1977 das erste Skiff, ein recht kenterfreudiger Übungseiner mit dem Namen „Teichteufelchen“ und bereits ein Jahr später zwei weitere Renneiner („Sagitta“ und „Allegro“) und ein offener Übungseiner („Einbaum“) die Flotte verstärkten. Um die Vielfalt im Rudersport zu unterstreichen und möglichst verschiedene Typen anzubieten, kam zwei Jahre später ein Rennzweier („Zweisamkeit“) hinzu, die Hauptschule Ochtrup erstellte in Eigenregie ein großzügiges Bootshaus in Holzbauweise, und die Stadt Ochtrup baute ein solides Clubhaus und ersetzte den bisher unpraktischen Steg durch eine für flache Ruderboote angemessene Anlage. In den folgenden Jahren wurden weitere Einer („Moritz“ und „Nichtschwimmer“), zwei bei vielen Schülern beliebte Doppelzweier („Radschläger“ und „Henry“) und das bisher längste Boot der Flotte, ein Rennvierer mit 13,50 m Länge („Iwan“) angeschafft. Das letztere Boot war eine Spende einer Metelener Firma; in allen anderen Fällen, sowohl bei der Anschaffung von Booten als auch bei Reparaturmaßnahmen und Ersatzbeschaffungen, trat immer wieder der Förderverein des Gymnasiums Ochtrup auf den Plan, ohne dessen finanzielle Hilfe unsere stolze Ruderflotte und die einmalige Anlage am Haddorfer See nicht existieren würden. Hierfür möchte ich mich ganz herzlich im Namen der am See aktiven KollegInnen und der inzwischen sehr großen Anzahl von Schülern, die den Rudersport kennen lernen und betreiben konnten, beim Förderverein des Gymnasiums Ochtrup bedanken.  

Heinz Schwarte

Ehemalige Schüler der ersten Mittelstufen-Ruder-AG nach einer „Pause“ von fast 30 Jahren,
von links nach rechts Manfred Ransmann, Matthias Telker, Frank Ransmann, Helmut Selker

   

   
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